
That´s what friends are for …
Als ich heute nach Hause komme, finde ich eine Überraschung vor meiner Haustür: Ein wunderschöner duftender Blumenstrauß und eine Karte mit ermutigenden Worten meiner Freundin. Mich hat das tief im Herz berührt. Ich empfinde große Freude und Dankbarkeit.
Freunde und Freundinnen zu haben besonders in Zeiten, wenn das Leben dir viele Steine in den Weg legt, macht nicht nur glücklich, sondern stimmt auch zuversichtlich. Menschen, die einem guttun und ermutigen, sind Balsam für die Seele und stärken unsere psychische Gesundheit und unser insgesamtes Wohlbefinden.
Ja, meine Freundin hatte mir beim letzten Treffen achtsam zugehört und bemerkt, dass es aktuell in meinem Leben einige Stolpersteine gibt. Auch wenn ich als Achtsamkeits- und ResilienzCoach arbeite, gibt es auch in meinem Leben immer wieder Hindernisse und Herausforderungen, die es gesund zu meistern gilt. Wissen allein genügt nicht, sondern es braucht mentale Stärke sowie die Fähigkeit mit allen Emotionen in eine gesunde Balance zu kommen- den angenehmeren, wie Dankbarkeit, Freude und Zuneigung ebenso wie den eher unangenehmeren Gefühlen wie Angst und Ärger.
Die gute Nachricht
Die gute Nachricht, weder ich noch wir müssen es nicht allein schaffen, sondern dürfen Unterstützung annehmen aus unserem Netzwerk: Freunde, KollegInnen, Verein, Familie, Nachbarn… That what Friends a for.
Es muss nicht unbedingt ein Blumenstrauß sein- ein Lächeln, ein liebes Wort, ein Anruf, ein Kompliment, eine Postkarte schreiben- was immer für dich passt und angenehm ist, es tut beiden Beteiligten gut: zum einen der Person, die empathisch ist und etwas verschenkt, vielleicht ein Kompliment. Zugleich auch der Person, mit Aufmerksamkeit, Zuneigung, Anerkennung und Wertschätzung, die beschenkt wird.
Warum ist dies aktuell wichtiger denn je?
Aktuelle Studien belegen (1), dass sich unsere Persönlichkeit und unser Miteinander seit der Pandemie verändert hat. Insgesamt sind wir vorsichtiger, zurückhaltender, weniger verbindlich geworden. Unser Stressempfinden ist wegen permanenter Krisen gestiegen.
Soziale Bindungen sind schwächer geworden, Empathie und Kooperationsbereitschaft haben abgenommen. Dagegen haben Konflikte, aggressives oder destruktives Verhalten und Kommunikation zugenommen. Menschen sind skeptischer, weniger offen für neue Ideen. Strukturen und Verbindlichkeit haben abgenommen: BANI-Welt (2)
Anfälliger für psychische Belastungen
Die anhaltende Unsicherheit der letzten Jahre hat viele Menschen anfälliger für psychische Belastungen gemacht. Das wirkt sich auf unsere Belastbarkeit (Resilienz), unsere Fähigkeit, präsent zu sein (Achtsamkeit) und unseren Umgang mit Veränderung (Agilität) aus
Psychische Erkrankungen haben stark erneut zugenommen. Mittlerweile erfolgt jede 3. Krankschreibung wegen Erschöpfungszuständen, Angststörungen oder depressiven Verstimmungen. Immer mehr Menschen egal welchen Alters fühlen sich einsam.
Stabilität und Fokus
Wer in einer ungewissen Welt bestehen will, braucht mehr als Fachwissen und Strategie. Es geht darum, innere Stabilität zu entwickeln, den eigenen Fokus bewusst zu steuern und Veränderungen aktiv mitzugestalten, statt sie nur auszuhalten. Viele wünschen sich Verbundenheit, Verlässlichkeit, Zugehörigkeit und Klarheit.
Was hilft im beruflichen Umfeld?
Meine Erfahrung als Resilienz- und Achtsamkeitscoach im betrieblichen Gesundheitsmanagement bestätigen immer wieder:
Bereits 5 Minuten Zeit für positive Rituale stärken die mentale Gesundheit und das wertschätzende konstruktive Miteinander und fokussiert das Verbindende im Team (Common care):
- Starten Sie Ihr nächstes Meeting mit der Frage: Was war dein angenehmstes Erlebnis oder dein Highlight der letzten Woche.?
- Ressourcendusche: Was schätze ich an meinem Gegenüber, lassen Sie das gerne aufschreiben und verschenken.
Sie erleben eine spürbare Auswirkung auf die Stimmung und auf die psychologische Sicherheit im Team, also auf das Wohlbefinden und stärken die mentale Gesundheit und Resilienz im Team
Lassen Sie uns das tägliche Leben zu einem Wohlfühlort machen, egal ob im privaten oder im beruflichen Umfeld.
Kommen Sie gerne auf mich zu: Gerne unterstütze ich Sie persönlich oder ihr Team mit für Sie passgenauen Konzepten, um die Resilienz zu stärken, Achtsamkeit im (Arbeits-) Alltag zu etablieren, Vertrauen und Verbindlichkeit für konstruktives Miteinander zu fördern.
Elfi Dressler
(1) Quelle: Quelle zur Studie: Sutin et al. (2022)
(2) BANI beschreibt eine Welt, die seit 2020 noch komplexer geworden ist.
Das Akronym steht für:
Brittle, anxious, non-linear, incomprehensible – brüchig, ängstlich, nicht-linear und unbegreiflich
Bani sensemaking Modell von Jamais Cascio „Facing the the age of chaos“